Museum des Kapitalismus

Ort für politische Bildung in Berlin

Aktuelle Termine

08.Januar – 12.Dezember 2026

Dauerausstellung:
Museum des Kapitalismus

ÖFFNUNGSZEITEN:

Donnerstags 17-19h

Samstags 14-18h

17.Februar 2026, 19h

Podiumsdiskussion:

 

FAIR WAGES AND LAWFUL WORK FOR ALL!

A DISCUSSION ABOUT THE FIGHT TO END EXPLOITATIVE SUB-CONTRACTING

Workers across Berlin — from couriers at Lieferando to postal delivery companies — are in the middle of a high-stakes struggle against subcontracting. Subcontracting is a particularly exploitative business practice that many industries use to squeeze more profits from workers, especially vulnerable workers like migrants. It is a model in which businesses and corporations outsource labour to another company, often to bypass labour laws and pay workers less without accountability. But workers and unions are pushing back, and as a result of their organizing, the German Parliament is currently debating new legislation mandating “direct employment” for certain sectors. This panel of workers and organizers from different industries will discuss their respective struggles as well as a unified campaign against sub-contracting. The main goal of the event is to bring together different Berlin workers struggles and to raise awareness about the exploitative practice of sub-contracting.

Von KurierInnen bei Lieferando bis MitarbeiterInnen bei Postzustellunternehmen — in ganz Berlin kämpfen ArbeiterInnen gegen Subunternehmertum und für bessere Arbeitsrechte. Subunternehmertum ist eine besonders ausbeuterische Geschäftspraxis, mit der viele Branchen das Arbeitsrecht umgehen und höhere Profite aus ihren Beschäftigten, oft migrantisierte ArbeiterInnen, auspressen. Aber ArbeiterInnen und Gewerkschaften wehren sich, und nach Streiks und jahrelanger Organisation debattiert nun der Deutsche Bundestag über ein neues ‘Direktanstellungsgebot’ in bestimmten Branchen. In dieser Paneldiskussion sprechen ArbeiterInnen und AktivistInnen aus verschiedenen Branchen über ihre jeweiligen Arbeitsbedingungen und ihren Kampf gegen Subunternehmertum. Ziel der Veranstaltung ist es, die verschiedenen Arbeitskämpfe in Berlin zusammenzubringen und das öffentliche Bewusstsein für die ausbeuterische Praxis des Subunternehmertums zu schärfen.

21.Februar 2026, 19h

Buchvorstellung:

 

Cornelius Castoriadis, Die bürokratische Gesellschaft

Cornelius Castoriadis (1922-1997), in Athen aufgewachsener, seit 1945 in Paris lebender politischer Theoretiker, Aktivist, Philosoph, Psychoanalytiker, Ökonom, war Mitbegründer der Zeitschrift und gleichnamigen politischen Gruppe Socialisme ou Barbarie (1948-1967). Mit dieser Gruppe entwickelte er eine radikale Kritik der westlichen wie östlichen Gesellschaftssysteme sowie der traditionellen Arbeiterbewegung. Er formulierte Grundzüge einer auf der Idee der Selbstverwaltung und der Rätedemokratie beruhenden gesellschaftlichen Alternative. Diese Grundzüge arbeitete Castoriadis später beharrlich im Sinne einer Kritik am herrschenden kapitalistischen Projekt weiter aus und entwickelte einen gegen das kapitalistische Projekt opponierenden Alternativentwurf kollektiver wie auch individueller Autonomie. Dabei spielte die intensive Auseinandersetzung mit dem – in Castoriadis‘ Lesart – bürokratischen Kapitalismus der UdSSR immer eine zentrale Rolle.

Das von Michael Halfbrodt und Harald Wolf vor nunmehr 20 Jahren auf den Weg gebrachte Editionsprojekt Cornelius Castoriadis: Ausgewählte Schriften geht mit dem voluminösen zehnten Band Die bürokratische Gesellschaft, der bei dieser Veranstaltung vorgestellt wird, in eine neue Runde. Das Buch bietet dreierlei: eine theoretisch angeleitete, materialreiche Chronik des gesellschaftlichen Regimes Russlands von 1917 bis 1990 in revolutionärer Absicht, Antworten auf die Fragen: »Was war die UdSSR?« und »Was ist der bürokratische Kapitalismus?« und außerdem viel Erhellendes über Entstehung und Entwicklung des Castoriadis’schen Theorieentwurfs selbst.

Harald Wolf, Göttinger Soziologe, wird den Band vorstellen und auch die Aktualität des – zunächst womöglich anachronistisch klingenden – Konzeptes des bürokratischen Kapitalismus deutlich zu machen versuchen. Dabei wird genügend Zeit sein, nachzufragen, nachzuhaken und kritisch zu intervenieren.

16.April 2026, 19h

Buchvorstellung:

 

Mosaik der Resilienzen

Diaspora Gespräche über Mental Health, Visionen und Widerstand

Zehn Menschen aus Berlin – zehn Lebensentwürfe der Diaspora – zehn Gespräche: über psychische Krisen und Diagnosen; über gesellschaftliche Diskriminierung und kapitalistische Zumutungen; über das Ringen in einem Gesundheitssystem, das geprägt ist von kulturellen Normen und strukturellen Ausschlüssen – und über Kraftquellen, Aktivismus und Widerstand. In Mosaik der Resilienzen verbinden sich persönliche Geschichten mit gesellschaftspolitischen Reflexionen über psychische Belastungen, Lebensbrüche und Traumata. Was daraus erwächst, sind Visionen einer Gesellschaft, in der mentales und körperliches Wohlbefinden nicht im Privaten bleibt, sondern kollektive Sorge wird. Zu Gesprächsmontagen arrangiert, von Illustrationen begleitet und ergänzt mit poetischen und aktivistischen Textfragmenten, entfalten sich die Stimmen der Erzähler*innen zu einem mehrstimmigen, ver_rückendem Nachdenken über Mental Health, Resilienz, und über Möglichkeiten von Selbstsorge jenseits neoliberaler Selbstoptimierung.

Öffnungszeiten

Donnerstag & Samstag

17h – 19h & 14h – 18h

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Adresse

Köpenicker Str. 172
10997 Berlin

E-Mail

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